Der Fußball hat viele Gesichter – und eines davon ist das Gehalt der Trainer. Bei der WM 2026 in Nordamerika treffen Weltklasse-Coaches auf Außenseiter aus aller Welt. Die Gehaltsschere zwischen den bestbezahlten Trainern und denen aus kleinen Verbänden ist enorm. Carlo Ancelotti führt die Rangliste mit großem Abstand an, während am unteren Ende Beträge stehen, die kaum dem Niveau einer europäischen Regionalliga entsprechen. Diese Übersicht zeigt, wie unterschiedlich Trainer-Expertise auf dem Weltmarkt bewertet wird.
Trainer-Gehalt bezeichnet die vertraglich festgelegte jährliche Vergütung eines Fußball-Nationaltrainers durch den jeweiligen Fußballverband. Es umfasst in der Regel Grundgehalt sowie Boni und variiert stark je nach wirtschaftlicher Stärke des Verbands, Renommee des Trainers und internationalem Marktwert.
Trainer-Gehälter bei der WM 2026
Die Gehaltsunterschiede unter den WM-Trainern sind bemerkenswert. Carlo Ancelotti führt die Liste mit 9,5 Millionen Euro pro Jahr an – ein Betrag, der nicht nur im Fußball, sondern auch im internationalen Vergleich der Spitzensportmanager zu den höchsten zählt. Der Italiener, der seit Jahrzehnten die größten Vereine Europas trainierte, gilt als einer der erfolgreichsten Trainer der Geschichte und wird dementsprechend entlohnt. Sein Gehalt liegt fast doppelt so hoch wie das des Zweitplatzierten.
Thomas Tuchel belegt mit 5,8 Millionen Euro Platz zwei. Der Deutsche coacht mit England eine der traditionsreichsten Fußballnationen der Welt. Dass mit Tuchel und Julian Nagelsmann (4,8 Mio. Euro, Platz 4) gleich zwei Deutsche zu den bestbezahlten WM-Trainern zählen, unterstreicht die internationale Wertschätzung für deutsches Trainerwissen. Nagelsmann leitet die deutsche Nationalmannschaft und steht vor der Aufgabe, das DFB-Team bei der Heim-WM 2026... nein, bei einer WM in Nordamerika auf den Thron zu führen.
Die Mittelschicht: Solide Gehälter für erfahrene Coaches
Im mittleren Segment der Rangliste finden sich Trainer, die in ihren Heimatländern als Legenden gelten. Didier Deschamps (3,8 Mio. Euro) führt Weltmeister Frankreich an und ist seit Jahren fester Bestandteil des europäischen Topfußballs. Lionel Scaloni (3 Mio. Euro) gewann mit Argentinien die WM 2022 – sein Gehalt erscheint im Vergleich zu seinem Erfolg geradezu bescheiden. Ronald Koeman coacht die Niederlande für ebenfalls 3 Millionen Euro pro Jahr, während der legendäre Marcelo Bielsa für Uruguay die gleiche Summe erhält.
Jesse Marsch und Javier Aguirre liegen mit je 2,5 Millionen Euro auf Platz 11. Bemerkenswert ist Marsch, der als erster US-amerikanischer Trainer eine Nationalmannschaft bei einer WM betreut – in diesem Fall Kanada als Gastgebernation. Luis de la Fuente, der amtierende Europameister mit Spanien, kommt auf 2 Millionen Euro und liegt damit deutlich unter dem Gehaltsrahmen, den man bei einem amtierenden Großturniersieger erwarten würde.
Die unterste Schicht: Trainer aus kleinen Verbänden
Am unteren Ende der Rangliste zeigt sich die wirtschaftliche Realität des Weltfußballs. Trainer aus afrikanischen und asiatischen Verbänden sowie kleineren Fußballnationen erhalten Gehälter, die im europäischen Profibereich kaum wettbewerbsfähig wären. Hossam Hassan (156.000 Euro) und Darren Bazeley (130.000 Euro) verdienen nur einen Bruchteil dessen, was Ancelotti in einem Monat erhält. Bubista, der Trainer von Timor-Leste oder einer ähnlich kleinen Nation, schließt die Liste mit 110.000 Euro ab.
Diese Zahlen spiegeln die wirtschaftlichen Disparitäten im globalen Fußball wider. Während reiche Verbände aus Europa und Südamerika Weltklasse-Trainer zu Spitzengehältern verpflichten können, sind kleinere Verbände auf günstigere Optionen angewiesen – oft aus den eigenen Reihen oder aus dem Ausland mit entsprechend begrenzten Mitteln.
Gehalt und Erfolg: Ein gespaltenes Bild
Ein direkter Zusammenhang zwischen Trainergehalt und sportlichem Erfolg lässt sich nicht ohne Weiteres herstellen. Lionel Scaloni ist das beste Beispiel dafür: Mit 3 Millionen Euro liegt er weit hinter Ancelotti oder Tuchel, führt aber den amtierenden Weltmeister ins Turnier. Umgekehrt garantiert ein hohes Gehalt keinen Erfolg – die Turniergeschichte ist voll von teureren Trainern, die früh scheiterten.
Dennoch zeigt die Rangliste, dass Erfahrung, Reputation und die wirtschaftliche Stärke des Verbands die wichtigsten Faktoren bei der Gehaltsgestaltung sind. Der globale Transfermarkt für Trainer ist in Bewegung, und die WM 2026 dürfte erneut zeigen, dass Fußball nicht nur auf dem Platz, sondern auch in den Chefetagen der Verbände entschieden wird.
Wichtige Erkenntnisse
Gehaltsverteilung im Überblick
- Carlo Ancelotti verdient mit 9,5 Mio. Euro mehr als 86-mal so viel wie der am schlechtesten bezahlte Trainer
- Die Top 5 der Trainer verdienen zusammen mehr als die unteren 30 der Rangliste
- Deutsche Trainer sind mit Tuchel (Platz 2) und Nagelsmann (Platz 4) überdurchschnittlich stark vertreten
Regionale Unterschiede
- Europäische Nationaltrainer dominieren die oberen Plätze der Rangliste
- Afrikanische und asiatische Verbände zahlen deutlich geringere Gehälter
- Die wirtschaftliche Stärke des Verbands ist ein entscheidender Faktor
Erfolg vs. Gehalt
- Amtierender Weltmeister Argentinien zahlt Scaloni nur 3 Mio. Euro – Platz 8
- Europameister Spanien entlohnt de la Fuente mit lediglich 2 Mio. Euro
- Hohe Gehälter sind kein Garant für sportlichen Erfolg im Turnier
Top-Rangliste
#1 Carlo Ancelotti – 9,5 Mio. €
Carlo Ancelotti ist der bestbezahlte Nationaltrainer bei der WM 2026. Der Italiener, der mit Real Madrid, dem FC Bayern und dem FC Chelsea Erfolge feierte, bringt eine Jahrzehnte lange Erfahrung auf höchstem Niveau mit. Sein Gehalt spiegelt seinen Status als einen der renommiertesten Trainer im Weltfußball wider. Mit Brasilien tritt er als Favorit an.
#2 Thomas Tuchel – 5,8 Mio. €
Der Deutsche Thomas Tuchel coacht England und verdient 5,8 Millionen Euro pro Jahr. Nach Stationen beim BVB, PSG und dem FC Chelsea ist Tuchel nun für eine der traditionsreichsten Fußballnationen verantwortlich. Sein Gehalt unterstreicht, wie hoch seine Expertise im internationalen Markt bewertet wird.
#3 Mauricio Pochettino – 5,2 Mio. €
Mauricio Pochettino führt die USA als Gastgebernation in das Turnier und verdient dabei 5,2 Millionen Euro jährlich. Der Argentinier, bekannt aus seiner Zeit bei Tottenham Hotspur und PSG, genießt hohes Ansehen. Für den US-amerikanischen Verband ist er ein Prestigetrainer mit internationalem Profil.
#4 Julian Nagelsmann – 4,8 Mio. €
Julian Nagelsmann leitet als Bundestrainer die deutsche Nationalmannschaft und erhält dafür 4,8 Millionen Euro pro Jahr. Der jüngste Trainer unter den Top 5 hat seine Karriere bei RB Leipzig und Bayern München aufgebaut. Mit Deutschland zählt er zu den ernsthaften Titelkandidaten im Turnier.
#5 Roberto Martínez – 4 Mio. €
Roberto Martínez coacht Portugal für 4 Millionen Euro jährlich. Der Spanier, zuvor Trainer Belgiens, führt mit Portugal eines der offensivstärksten Teams des Turniers an. Sein taktisches Geschick und seine Erfahrung auf Verbandsniveau qualifizieren ihn für die Spitzengruppe.
#5 Fabio Cannavaro – 4 Mio. €
Fabio Cannavaro, Weltmeister von 2006 als Spieler, verdient als Trainer ebenfalls 4 Millionen Euro pro Jahr. Sein Weg vom Weltklasse-Verteidiger zum Nationaltrainer ist ungewöhnlich, sein Gehalt jedoch auf dem Niveau der internationalen Spitzengruppe. Er bringt eine einzigartige Perspektive als ehemaliger Weltmeister in seine Trainerarbeit ein.
| Rang | Name | Indikator | Unterindik. |
|---|---|---|---|
1 | € 9 Mio. 500 Tsd. | ||
2 | € 5 Mio. 800 Tsd. | ||
3 | € 5 Mio. 200 Tsd. | ||
4 | € 4 Mio. 800 Tsd. | ||
5 | € 4 Mio. | ||
5 | € 4 Mio. | ||
7 | € 3 Mio. 800 Tsd. | ||
8 | € 3 Mio. | ||
8 | € 3 Mio. | ||
8 | € 3 Mio. | ||
11 | € 2 Mio. 500 Tsd. | ||
11 | € 2 Mio. 500 Tsd. | ||
11 | € 2 Mio. 500 Tsd. | ||
14 | € 2 Mio. 400 Tsd. | ||
15 | € 2 Mio. 200 Tsd. | ||
16 | € 2 Mio. 160 Tsd. | ||
17 | € 2 Mio. | ||
17 | € 2 Mio. | ||
17 | € 2 Mio. | ||
20 | € 1 Mio. 700 Tsd. |






